Kandidatin Stadtrat Wahl 2020

Marion Matheis

Alte Bergstraße 452

86899 Landsberg am Lech

Matheis@ubv-landsberg.de

 

 

 

 

 

„Was soll ich in einer Partei“ vs. „Politik ohne Mühe ist Rechthaberei. Politik mit Mühe ist Demokratie.“

 

Mein Name ist Marion Matheis, ich bin 28 Jahre alt, in Landsberg geboren und aufgewachsen. Warum ich mich im Stadtrat für Landsberg engagieren möchte?

Anfang Dezember 2019 antwortet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf eine Kolumne von Rezo in der Zeit. Zwei Welten treffen aufeinander: Auf der einen Seite Rezo, der Parteien für verstaubte, altertümliche Konstrukte hält. Diese „komplexen, trägen Gebilde“ werden von den momentanen Themen überrumpelt.

Auf der anderen Seite Herr Steinmeier, der den Kompromiss also große Stärke der Demokratie sieht. Denn andere mit Argumenten zu überzeugen und sich selbst von anderen Begründungen überzeugen zu lassen ist mühsamer als sich auf einen Standpunkt festzulegen.

Zwei konträre Positionen – beide sind wichtig. Meiner Meinung nach schließen sie sich jedoch nicht aus! Politik braucht Engagement und kritisches Hinterfragen. Genau damit möchte ich mich im Landsberger Stadtrat für unsere Stadt einsetzen. Als unabhängige Bürgervereinigung geben nicht Parteiprogramme die Meinung vor, sondern Vernunft und Einsicht – dafür steht die UBV seit über 40 Jahren.

Braucht Landsberg ein Verkehrskonzept?
Ja – allerdings ist es mit „fahren Sie weniger Auto und mehr mit dem Fahrrad“ nicht getan. Die Kommune muss für eine attraktive Infrastruktur sorgen und dazu gehört ein Gesamtkonzept mit Radwegen, öffentlichem Nahverkehr und auch möglichen neuen Wegen. Ein Fokus auf ein einzelnes Thema ist keine langfristige Lösung.

Die Konzentration auf ein Thema ist viel zu kurz gegriffen. Es gibt Handlungsbedarf in allen Lebensphasen: Landsberg soll für die gesamte Familie attraktiv bleiben. Und damit meine ich alle Familienmitglieder, von den Kleinsten bis zu den Senioren: Dazu benötigen Familien Wohnraum – auch Baugrund im Einheimischen Modell! Zeitgleich müssen die Kinder gut versorgt sein (Stichwort Kinderbetreuung), attraktive Arbeitsplätze in der Region erhalten und geschaffen werden (Stichwort Gewerbeentwicklung) und auch Oma und Opa gut versorgt sein. Landsberg hat mit der Hl.-Geist-Spital Stiftung seit Jahrhunderten für die Alten und Kranken gesorgt. Allerdings kann man die Versorgung nicht mehr mit der vor hundert oder mehr Jahren vergleichen, daher gilt es dieses historische Erbe in eine zeitgemäße Form der Seniorenbetreuung zu bringen.

Zur Gesellschaft gehören alle Landsberger, für die es attraktive Angebote in der Stadt geben muss. Mit den vorher genannten Punkten ist da nicht getan: Landsberg hat einen hohen Freizeitwert, sei es durch unser Inselbad, den wunderschönen Wildpark oder die vielen Vereine und Sportangebot. Dieses vielfältige Angebot wird auch durch unzählige Ehrenamtliche möglich, daher möchte ich mich dafür einsetzen, dass es auch in Landsberg zukünftig die Ehrenamtskarte gibt.

Großes Wunschkonzert? Hier bin ich wieder bei dem Punkt kritisches Hinterfragen angelangt: ja, es gibt viele Potentiale in Landsberg, die auch finanziert werden müssen. Aufgrund meiner Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin kenne ich die Diskrepanz zwischen pflegerischer Notwendigkeit und Realität – oft aus finanziellen Hintergründen. Das hat mich motiviert nach dem Abitur das Studium der Wirtschaftspsychologie zu beginnen. Denn betriebswirtschaftliche Gründe kann und darf man nicht außer Acht lassen, jedoch darf das nicht die einzige Entscheidungsgrundlage sein. Das wird an der Diskussion um das Landsberger Stadtmuseum sichtbar. Landsberg hat eine bewegte Geschichte, die ein Museum in der Stadt braucht. Dabei sollte man nicht nur durch den Rückspiegel in die Zukunft blicken, da der Blick doch sehr eingeschränkt ist.

In seiner Weihnachtsansprache sagt Frank-Walter Steinmeier: „Was die Demokratie braucht sind selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger – mit Zuversicht und Tatkraft, mit Vernunft, Anstand und Solidarität.“ Auch im Landsberger Stadtrat – mit Ihrer Stimme haben Sie die Wahl.

Vielen Dank für Ihre Stimme! Sie finden mich auf der UBV-Liste auf Platz 21.

Haben Sie Fragen? Dann kontaktieren Sie mich unter: matheis@ubv-landsberg.de oder kommen Sie zum Infostand in der Fußgängerzone, die Termine finden Sie hier auf der Homepage.

Die zu Beginn erwähnten Zitate finden sie Hier:

Die lesenswerte Kolumne von Rezo und den Kommentar von Frank-Walter Steinmeier: https://www.zeit.de/kultur/2019-12/demokratie-jugendliche-parteizugehoerigkeit-engagement-rezo

Die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2019/12/191225-Weihnachtsansprache-2019.html