Eine solide Haushaltpolitik ist der Grundstein für eine zukunftsfähige Entwicklung der Stadt. Künftige Investitionen, Gestaltungen und Maßnahmen müssen auf einer verlässlichen Finanzplanung basieren. Die Förderung der Wirtschaft zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit und der damit einhergehenden Sicherung des Sozialstandards muss unter Gesichtspunkten des fairen Ausgleichs und der Langlebigkeit erfolgen. Nachhaltige Investments in die Infrastruktur müssen nach kaufmännischer Vernunft und unter dem Blickwinkel der Wertschöpfung für die nachfolgenden Generationen erfolgen.

Die finanzielle Lage der Stadt Landsberg wird sich in Anbetracht der derzeitigen Covid-19-Pandemie deutlich verschlechtern. Die Gewerbesteuer und der Gemeindeanteil der Einkommensteuer bildeten bisher den Hauptanteil der Erträge. In den kommenden Jahren sind erhebliche Steuerausfälle zu erwarten. Ob und inwieweit diese künftig Bund und Land weiter ausgleichen kann heute noch nicht vorhergesagt werden. Der Rückgang der Einnahmen wird die Stadt Landsberg am Lech wie alle übrigen Kommunen dazu zwingen Schulden aufzunehmen.

Dennoch ist die richtige Priorisierung der Ausgaben für die UBV wichtig. Der Wille die notwendigen Investitionen anzugehen, muss klar erkennbar sein. An erster Stelle stehen für uns der Bau von Sozialwohnungen, die Bestandssanierung und Investitionen in die Infrastruktur. Das Stadtmuseum, das Inselbad und das Heilig Geist Spital müssen mittelfristig saniert werden. Die Schaffung von weitern Kindertagesstätten sowie die Sanierung und Erweiterung unserer Schulen sind vorrangige Ziele, die wir für unsere jungen Familien bewältigen wollen.