Eingeschwenkt

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Relativ sang- und klanglos beschloss der Stadtrat am Mittwoch die Tiefgarage unter dem neuen Jugendzentrum nicht mehr zweistöckig, sondern nur einstöckig zu bauen.
Genau das war die Forderung der UBV vor einigen Monaten. Wir haben weder den künstlich hochgerechneten Bedarf an zusätzlichen knapp 200 Tiefgaragenparkplätzen gesehen, noch haben wir
die Kostenberechnungen für realistisch erachtet.
Zur Erinnerung: Der gesamte Stadtrat, mit Ausnahme der UBV, hatte sich der Annahme angeschlossen, dass das zweite Untergeschoss nur „eine Schippe mehr“ koste.Nun stellt sich heraus, dass genau das eintrifft was wir ganz ohne Gutachten, mit gesundem Menschenverstand (gerne unterstützt von der beruflich, fachlichen Kompetenz von Wolfgang Neumeier) vorhergesagt haben: Eine zweigeschossige Tiefgarage in unmittelbarer Nähe zum Lech kostet mindestens doppelt so viel, wie wenn nicht noch mehr, als eine eingeschossige Tiefgarage.
Dazu kommt, dass die seinerzeit noch so vehement verteidigte Notwendigkeit der zusätzlichen Tiefgaragenplätze plötzlich nicht mehr gesehen wird. Richtig: die knapp 100 Plätze der eingeschossigen Tiefgarage reichen aus, auch wenn wir künftig darüber diskutieren ob Parkplätze aus Vorder- und Hinteranger zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität verlagert werden.
Natürlich freuen wir uns, dass sich die Sachkompetenz schlussendlich durchgesetzt hat. Wenn man aber bedenkt, dass wir hier über einen Betrag von ca. 6 Mio und jetzt noch von etwa 3 Mio reden, dann ist es eher erschreckend mit welcher Lässigkeit einmal vehement vertretene Auffassungen über Bord geworfen werden. Dass man uns damals als „Abweichler“ mit Spott und Häme überzogen hat, nehmen wir – nachdem der  Stadtrat nun eine Kehrtwende in unsere Richtung vollzogen hat – gelassen hin.